Lebensgeschichten

Die Schweizer Exilflucht der Familie Schaueryans 1943

Die Niederschrift der Fluchtgeschichte der Familie Schaueryans ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen Nachfahren der Zirkusfamilie und der französischen Historikerin Laurence Prempain. Bis 1943 lebten Rosa (geb. 1902) und François Jacob Schaueryans (1903) mit ihren Kindern Edwige (geb. 1928) und Roger (geb. 1938) in Grenoble. Über den Beweggrund ihrer Flucht in die Schweiz kursieren in Read More…

Lebensgeschichten

Gisela Nyman (1934- ) – Ein in den Nachkriegsjahren aufgehender Artistenstern aus Leipzig

Gisela Nyman, eine geborene Blumenthal, war die eheliche Tochter eines jüdischen Vaters und einer nichtjüdischen Mutter. In Leipzig kam sie nicht zur Welt, sondern verbrachte hier auch ihre Kindheit.  Als Kind war Marika Rökk das Vorbild der jungen Gisela. Im Alter von fünf Jahren begann Gisela ihre Ballettausbildung. Hinzu kam bald auch Musikunterricht. Der Umstand, Read More…

Lebensgeschichten

Die Zirkusfamilie Esther und ihre Überlebensstrategien im Zweiten Weltkrieg

Nach dem 1. Weltkrieg führten Baptiste Esther (1893-1973) und seine Frau Méli Falck (1896-1955) mit ihren Kindern einen kleinen Familienzirkus. Von den Töchtern Rita und Zélie Esther wissen wir, dass sie mit Pferden gearbeitet haben. Baptiste Esther bildete auch seinen spanischen Ziehsohn Marius Swils aus, der mit der Familie lebte und später ein begabter Zirkusreiter Read More…

Lebensgeschichten

Die Zirkus-Menagerie der Michelets und ihre Verbundenheit mit der Stadt Gièvres

Die Familie Michelet besaß jahrzehntelang einen reisenden Menagerie-Zirkus. Dieser firmierte zunächst als „Ménagerie Lorraine Giacometti“, später als „Cirque-Ménagerie Michelet“. Nachrichtenartikel und geschaltete Anzeigen in Tagesanzeigen geben an, dass dieses ambulante Gewerbe der Familie Michelet seinen Ursprung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nahm. Auf Tournee ging die Familie Partnerschaften mit anderen bekannten Zirkusunternehmen wie Read More…

Lebensgeschichten

Die Internierung der Sénécas im Zweiten Weltkrieg: Eine Zirkusfamilie hinter Stacheldraht

Die ursprünglich aus Belgien stammenden Sénécas reisten in der Zwischenkriegszeit mit ihrem Familienzirkus in ganz Frankreich. Als reisendes Familienunternehmen, das über keinen festen Wohnsitz verfügte, kamen die neun Kinder von Albert Sénéca (geb. 1907 in Belgien) und Joséphine Sénéca (geb, 1907 in Frankreich) an den verschiedenen Orten Frankreichs zur Welt. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs Read More…

Lebensgeschichten

Eine arabisch-deutsche Zirkusfamilie im Dritten Reich

„Er hatte eine spektakuläre Narbe, die seine Handfläche vom Zeigefinger bis zum Handgelenk spaltete“, erinnert sich Bertrand Laurence an seinen Großvater, den Akrobaten Houssein ben Ibrik (1891-1980). „Es war in seinen jungen Jahren in Marokko gewesen: Um das angreifende Schwert eines auf einem Dromedar reitenden Räubers zu stoppen, griff er in die Klinge des Angreifers Read More…

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Rodion Nikitins (14.4.1915 *) – Ein Artistenleben unter sowjetischer und nationalsozialistischer Herrschaft

Der in Lettland geborene Zirkuskünstler Rodion Nikitins trat während des Zweiten Weltkrieges in verschiedenen Zirkussen, Varietés und Theatern in Lettland, Deutschland und dem von den Nationalsozialisten besetzten Prag auf. In seiner Autobiografie „Über Flucht und Freiheit“ von 1987 räumte Nikitins ein, dass ihm ̶ im Vergleich zu seinen lettischen Freunden und Verwandten ̶ mehr Optionen Read More…

Lebensgeschichten

Edit Sandor Kleinbarth (1931- ) – Als Zirkuskind im Zweiten Weltkrieg

Edit Sandor Kleinbarth wurde 1931 in Budapest geboren. Sie war die Tochter von Sandor und Elise Kleinbarth. Ihr Vater, aus einer „privaten“ ungarischen Familie kommend, hatte sich im tschecheslowakischen Zirkus Henry die Kunst des Schulreitens angeeignet. Auch Kleintierrevuen mit Affen, Ponys und Esel wurden von ihm einstudiert und vorgeführt. Die Mutter entstammte indes aus Zirkusgeschlecht Read More…