Lebensgeschichten

Alma und Alberto Piaia – ein Artistenpaar im nationalsozialistisch besetzten Europa

Alma Vizla wird 1915 im lettischen Opekalna geboren. Über ihre Familie liegen kaum gesicherte Angaben vor; bekannt ist lediglich, dass ihr (wahrscheinlich älterer) Bruder Viktor ein erfolgreicher Fußballspieler wird. Diese Information ist bei aller Spärlichkeit nicht unwichtig, macht sie doch hellhörig für die Anfang des 20. Jahrhunderts vielerorts erstarkte Körperbewegungskultur, für die sich offenbar auch Read More…

Lebensgeschichten

Von der Völkerschau im Zirkus bis zum Bundesnachrichtendienst – Das bewegte Leben des Theodor Wonja Michael (1925-2019).

Theodor Wonja Michael wurde im Januar 1925 in Berlin geboren. Er war das jüngste von vier Kindern des kamerunischen Kolonialmigranten Theophilus Wonja Michael und dessen deutscher Ehefrau Martha, die aus Posen stammte. Als Theodor ein Jahr alt war, starb seine Mutter an einer schweren Krankheit. Aus wirtschaftlicher Not schloss sich sein Vater mitsamt seinen Kindern Read More…

Lebensgeschichten

Therese Zauser – Die unglaubliche Geschichte einer international bekannten Tänzerin und Zirkuskünstlerin

Therese Zauser wurde am 4. Dezember 1910 in Feldkirch/ Österreich geboren. Der Vater Johann war Gerichtskanzlei-Oberdirektor bei der Staatsanwaltschaft Feldkirch. In seiner Freizeit war er ein passionierter Angler und darum auch Obmann des Fischerei Revierausschusses. Mutter Theresia war Hausfrau und nebenberuflich Zitherlehrerin. Therese war das Jüngste von 3 Kindern. Ihre 10 Jahre ältere Schwester Marianne Read More…

Lebensgeschichten

Jacques Queyrois: Politik-Aktivist und Besitzer des Karmah Circus. Von Fakirspielen zur Französischen Resistance

Der Lebenslauf von Jaques Queyrois, der unter dem Künstlernamen „Karmah“ bekannt wurde, ist gekennzeichnet durch eine gewisse Neigung und auch Fähigkeit zur politischen Provokation. Queyrois, der 1893 in Bordeaux das Licht der Welt erblickte, arbeitete ursprünglich als Möbeltischler in Faubourg Saint-Antoine, Paris. Sein Vater Jean Queyrois war selbst Zimmermann und seine Mutter Catherine (geb. Despéries) Read More…

Lebensgeschichten

Raymond Gurême: Vom Zirkusakrobaten zum Widerstandskämpfer

Raymond Gurême wurde 1925 in der Nähe von Paris als Sohn einer französischen Sinti-Familie (Manouches) geboren. Seine Eltern, wie schon mehrere Generationen der Familie vor ihnen, besaßen einen kleinen Wanderzirkus sowie ein Wanderkino: die Gurêmes zogen damit durch Frankreich, Belgien und die Schweiz, wo ihr Zirkus in ländlichen Gebieten oft die einzige Unterhaltungsquelle war und Read More…

Lebensgeschichten

Die Schweizer Exilflucht der Familie Schaueryans 1943

Die Niederschrift der Fluchtgeschichte der Familie Schaueryans ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen Nachfahren der Zirkusfamilie und der französischen Historikerin Laurence Prempain. Bis 1943 lebten Rosa (geb. 1902) und François Jacob Schaueryans (1903) mit ihren Kindern Edwige (geb. 1928) und Roger (geb. 1938) in Grenoble. Über den Beweggrund ihrer Flucht in die Schweiz kursieren in Read More…

Literatur

Literatur

Adelsberger, Lucie: Auschwitz. Ein Tatsachenbericht. Berlin 1956. Adelsberger, Lucie: Auschwitz: A Doctor’s Story. Boston 1995. Adelson, Betty M.: The Lives of Dwarfs. Their Journey from Public Curiosity toward Social Liberation. New Brunswick u.a. 2015. Aiolfi, Marjorie; Bouglione, Louis Sampion: Le Cirque d’hiver. Paris 2002. Barré-Meinzer, Sylvestre: Le cirque classique, un spectacle actuel. Paris 2004. Bouglione, Read More…

Lebensgeschichten

Gisela Nyman (1934- ) – Ein in den Nachkriegsjahren aufgehender Artistenstern aus Leipzig

Gisela Nyman, eine geborene Blumenthal, war die eheliche Tochter eines jüdischen Vaters und einer nichtjüdischen Mutter. In Leipzig kam sie nicht zur Welt, sondern verbrachte hier auch ihre Kindheit.  Als Kind war Marika Rökk das Vorbild der jungen Gisela. Im Alter von fünf Jahren begann Gisela ihre Ballettausbildung. Hinzu kam bald auch Musikunterricht. Der Umstand, Read More…

Lebensgeschichten

Die Zirkusfamilie Esther und ihre Überlebensstrategien im Zweiten Weltkrieg

Nach dem 1. Weltkrieg führten Baptiste Esther (1893-1973) und seine Frau Méli Falck (1896-1955) mit ihren Kindern einen kleinen Familienzirkus. Von den Töchtern Rita und Zélie Esther wissen wir, dass sie mit Pferden gearbeitet haben. Baptiste Esther bildete auch seinen spanischen Ziehsohn Marius Swils aus, der mit der Familie lebte und später ein begabter Zirkusreiter Read More…