Lebensgeschichten

Eine arabisch-deutsche Zirkusfamilie im Dritten Reich

„Er hatte eine spektakuläre Narbe, die seine Handfläche vom Zeigefinger bis zum Handgelenk spaltete“, erinnert sich Bertrand Laurence an seinen Großvater, den Akrobaten Houssein ben Ibrik (1891-1980). „Es war in seinen jungen Jahren in Marokko gewesen: Um das angreifende Schwert eines auf einem Dromedar reitenden Räubers zu stoppen, griff er in die Klinge des Angreifers Read More…

Projektteam

Vorstellung des Projektteams

Projektkoordinator Malte Gasche hat im Fach Skandinavistik/Nordistik an der Humboldt-Universität zu Berlin promoviert. Aktuell ist er Forscher und Projektmanager am Center for Nordic Studies (CENS) der Universität Helsinki (Finnland). Er hat mehrere internationale Sommerschulen zu verschiedenen Themen geleitet („Introduction to Holocaust and Genocide Studies“, „Roma and Travellers: Mobility, Persecution and Memory“; „Museums and Memorial Sites: Read More…

Lebensgeschichten

Rodion Nikitins (14.4.1915 *) – Ein Artistenleben unter sowjetischer und nationalsozialistischer Herrschaft

Der in Lettland geborene Zirkuskünstler Rodion Nikitins trat während des Zweiten Weltkrieges in verschiedenen Zirkussen, Varietés und Theatern in Lettland, Deutschland und dem von den Nationalsozialisten besetzten Prag auf. In seiner Autobiografie „Über Flucht und Freiheit“ von 1987 räumte Nikitins ein, dass ihm ̶ im Vergleich zu seinen lettischen Freunden und Verwandten ̶ mehr Optionen Read More…

Projektbeschreibung

Projektbeschreibung

Ziel dieses Projekts ist es, mit Mitgliedern der Zirkusgemeinschaft zusammenzuarbeiten, um neues Wissen über die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs – das politische Klima, das zum Krieg geführt hat, den Krieg selbst und seine Folgen – über die Schicksale der europäischen Zirkusmenschen zu erlangen. Diese Menschen, die nicht nur eine Reiseart haben, sondern häufig auch Mitglieder Read More…

Virtuelle Museumsausstellung

Virtuelle Museumsausstellung

Bei einem ersten Vorbereitungstreffen zur Konzeptualisierung der Ausstellung erkundeten die Projektmitglieder zusammen mit Mitgliedern der Zirkusgemeinschaft, darunter Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Freunde des Zirkus und des Europäischen Zirkusverbandes, die Grenzen und Folgen des gemeinsamen Austauschs Wissen, Informationen, die in der Gemeinschaft symbolisches oder soziales Gewicht haben können. Die Teilnehmer waren sich einig, dass allen Read More…

Lebensgeschichten

Edit Sandor Kleinbarth (1931- ) – Als Zirkuskind im Zweiten Weltkrieg

Edit Sandor Kleinbarth wurde 1931 in Budapest geboren. Sie war die Tochter von Sandor und Elise Kleinbarth. Ihr Vater, aus einer „privaten“ ungarischen Familie kommend, hatte sich im tschecheslowakischen Zirkus Henry die Kunst des Schulreitens angeeignet. Auch Kleintierrevuen mit Affen, Ponys und Esel wurden von ihm einstudiert und vorgeführt. Die Mutter entstammte indes aus Zirkusgeschlecht Read More…

Historischer Kontext

Historischer Kontext

  Auch in Krisen und Kriegen waren Zirkusse eine beliebte Form der Unterhaltung. In der Nazi-Zeit zogen Zirkusse auch ein unterhaltsames Publikum an. Darüber hinaus könnten Zirkusse als kosmopolitische und mobile Sphäre innerhalb der nationalsozialistischen Kontrolle in Europa auch den von dem NS-Regime Verfolgten und ihren Verbündeten Zuflucht bieten. Zirkusmenschen tauchten so nicht nur als Read More…

Unterricht

Internationales Fortbildungsseminar an der Pädagogischen Hochschule Burgenland

Vergessene Kosmopoliten: Das Schicksal europäischer Zirkusleute während des Nationalsozialismus Ort: PH Burgenland (AUT) Inhalt: Ausgehend von bereits vorliegenden Forschungsergebnissen wollen die internationalen Referenten einleitend über Leben, Verfolgung, Tod und Überlebensstrategien von Zirkusleuten in Europa zur Zeit des Nationalsozialismus informieren. Zusammen mit den Seminarteilnehmern soll erarbeitet werden, warum gerade Zirkusse Räume darstellten, die in nachweisbaren Fällen Read More…